Einzigartige Kostbarkeiten aus der Sammlung von HAARUNDKAMM können jetzt auch bequem von zu Hause aus bewundert werden. Die Kulturgüterplattform der Nordwestschweiz (kimnet.ch) bringt filigrane Hochsteckkämme direkt auf Ihren Monitor und motiviert vielleicht auch zu einem Museumsbesuch, wo die Originale zu bewundern sind.
Eine bedeutende Teilsammlung verdient dabei eine besondere Erwähnung.
Im Jahre 1929 vermachte der damalige Direktor der der Kammfabrik Mümliswil, Otto Walter-Obrecht, dem Museum der Stadt Solothurn eine stattliche Anzahl von über hundert antiken Modekämme aus seiner persönlichen Sammlung.
Während vieler Jahre hatte Direktor Walter-Obrecht Kämme gesammelt, welche die Zeit zwischen 1740 und 1922 dokumentieren. Es sind darunter Mantilla-, Diadem-, Ketten-, Scharnier-, Chignon-, Fächer- oder Kugelkämme und weitere Spezialitäten aus verschiedenen Materialien dokumentiert. Sie zeigen den Wandel der Haarschmuckmode über fast zwei Jahrhunderte hin. Diese Schenkung wurde im Solothurner Museum, dem heutigen Kunstmuseum, in einem Schaukasten der Öffentlichkeit präsentiert.

Die Einwohnergemeinde der Stadt Solothurn als Eigentümerin vertraute diese besondere Sammlung nach der Erneuerung des Kunstmuseums der Obhut des Museums Blumenstein an. Im Zuge der Eröffnung des Museums HAARUNDKAMM wurden diese Kämme im November 2008 als Dauerleihgabe nach Mümliswil überführt, wo ein Grossteil davon in der Dauerausstellung präsentiert wird – und jetzt auch online!
Schenkung Otto Walter-Obrecht von 1929 auf kimnet.ch
Die Objekte der Sammlung sind übrigens auch auf der Webplattform des Museums Blumenstein dokumentiert – originale Inventarkarten und antike Dokumentationsfotos inklusive:
Museum Blumenstein Solothurn: Suchbegriff „Einsteckkamm“
